Die Proteste an der Uni gehen weiter
Studenten übernachten im Hörsaal
BONN. Die Universität Bonn muss sich auf weitere Proteste durch Studenten einstellen. "Die Aktionen werden mindestens bis zum 10. Dezember weitergehen", sagte gestern ein Sprecher der rund 25 Protestierer. An diesem Tag wollen Studenten aus ganz Deutschland die Kultusministerkonferenz in Bonn blockieren. Die Studenten fordern die Abschaffung der Studiengebühren, eine Reform des Bachelor- und Master-Systems sowie mehr Mitbestimmung. Gestern nutzten Studierende auch eine Tagung der Hochschulrektorenkonferenz in Leipzig für Proteste.
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Sieben Besetzer hatten von Montag auf Dienstag im Hörsaal 1 der Bonner Uni übernachtet - samt Campingtoilette. "Weil die Uni die Klos abgeschlossen hat", teilte ein Student mit. Gestern versammelten sich die Protestierer zunächst für Diskussionen im leeren Hörsaal 1 und wechselten dann in Hörsaal 13. Ab 18 Uhr fand eine "Vollversammlung" mit rund 120 Teilnehmern in Hörsaal 1 statt. "Wir wollen das Gesprächsangebot des Rektors nicht ausschlagen", sagte gestern ein Sprecher der Bonner Streikenden. Unirektor Jürgen Fohrmann hat für Freitag, 4. Dezember, eine Diskussion über die Kritikpunkte der Studierenden angeboten. Die Bonner Studenten fordern, den Hörsaal 1 weiterhin für ihre Treffen nutzen zu können. Außerdem möchten sie für die Demonstration am 10. Dezember in Bonn frei bekommen. sj
Artikel vom 25.11.2009
(General Anzeiger Online)

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